Die Top 10 Krypto-Irrtümer | Coin-Update.de

Warte. Da stimmt doch etwas nicht?!
Das denkst du als erfahrener Krypto-Enthusiast wahrscheinlich oft. Und so geht es uns auch.
Immer wieder liest man falsche Fakten, Halbwahrheiten oder sogar bewusste Falschaussagen. Und das nur, um die eigene Agenda zu stärken.
Andererseits gibt es auch immer mal wieder Irrtümer, die einen schmunzeln lassen – wenn man es besser weiß!
Und aus diesem Grund gehe ich auf die (meiner Ansicht nach) Top 10 Krypto-Irrtümer ein. Denn du sollst besser informiert sein.

Falsche Rechtschreibung von Kryptowährungen

Krypto-Irrtum #1

Hast du auch schon einmal Kryptowährungen falsch geschrieben? Kein Problem. SHIFT HAPPENS.
Wer vor allem online viel über Kryptowährungen liest, wird schnell auf unterschiedlichste Schreibweisen stoßen. Das dürfte nicht verwundern. Nicht nur finden sich viele der verwendeten Begriffe gar nicht im Duden, es handelt sich auch oft um Entlehnungen aus dem Englischen oder um spezielle Fachbegriffe.
Die Begriffe „Bitcoin“ und „Blockchain“ haben es jedenfalls in den Duden geschafft. „Kryptowährung“ sucht man allerdings (noch?) vergebens.
Aber oftmals haben die verschiedenen Schreibweisen einen einfachen Grund: Der Verfasser des Textes hat sich verschrieben.
Wer schnell auf die Tasten haut, der vertut sich auch mal bei der Schreibart. Gerade wenn die Stimmung hochkocht. Schließlich entstand der Szene-Begriff „HODLN“ unter Einfluss von Alkohol und von steigenden Kursen.

Bitkoin, Bitkoim, Bitkom

Das Wort Bitcoin setzt sich aus „bit“ und „coin“ zusammen. „Coin“ steht für Münze, „bit“ ist ein Begriff aus der Informatik und beschreibt allgemein eine Maßeinheit mit Informationsgehalt.
Info: Bitcoin oder bitcoin aus dem Artikel „Was ist Bitcoin?„
“Bitcoin” beschreibt das Bitcoin-Protokoll oder das Netzwerk und “bitcoin” beschreibt die digitale Währung “bitcoin”. Meist ergibt sich jedoch aus dem Kontext, was gemeint ist.
Obwohl Bitcoin (BTC) die bekannteste Kryptowährung ist, liest man die unterschiedlichsten Schreibweisen. Hin und wieder finden sich besonders in Online-Artikeln, Foren und auf Social Media Schreibweisen wie Bitkoin oder Bittcoin (nicht zu verwechseln mit Buttcoin – ein Forum, das Bitcoin auf die Schippe nimmt).
Auch Schreibweisen wie „Bitkeun“ oder Bitkeon“ sind falsch und haben nichts mehr mit der eigentlichen Kryptowährung zu tun.
In manchen, zum Glück seltenen Fällen, findet sich die Schreibweise „Bytecoin“. Bytecoin (BCN) ist allerdings eine ganz andere Kryptowährung. Auch Bitcoen ist eine Kryptowährung, es handelt sich also auch hier nicht um einen Schreibfehler.
Übrigens: Laut Duden kann Bitcoin entweder männlich oder weiblich sein. „Der Bitcoin“ und „die Bitcoin“ sind beide richtig.

Ethereum, Etherum & Ätherium

Die Nummer 2 unter den Kryptowährungen, Ethereum, bleibt nicht von falscher Rechtschreibung verschont. Hier finden sich Fehler wie „Etheurum“, „Etherium“, „Etzerum“ oder „Etherum“. Manche Schreiber verwechseln die Kryptowährung mit dem chemischen Stoff und sie heißt plötzlich „Ätherium“ oder „Äthereum“.

Blockchain-Kette, Blockkette-Kette (usw.)

Die Blockchain ist die Grundlage der Kryptowährung. Eine Kette („chain“) von Blöcken („block“). Eigentlich leicht verständlich.
Da bringt es einen zumindest zum Schmunzeln, Tautologien wie „Blockchain-Kette“ oder „Blockketten-Kette“ zu lesen.

Kryptowährungen werden ausschließlich von Kriminellen genutzt

Krypto-Irrtum #2

Mit einem Bein im Gefängnis: „Kryptowährungen werden doch nur von Kriminellen genutzt“.
Eines der häufigsten Vorurteile gegenüber Bitcoin und Kryptowährungen allgemein: Die Digitalwährungen werden wegen ihrer anonymen Transaktionen ausschließlich von Verbrechern oder gar Terroristen genutzt. Das zeichnet ein schlechtes Bild und hindert Menschen, selbst Erfahrungen mit der spannenden Technologie zu machen.
Kriminelle würden Bitcoin nutzen, um mit ihnen verdeckt ihr Geld zu waschen, das sie aus illegalen Aktivitäten generiert hätten. Im Internet würden Drogenhändler ihre Waren für Bitcoin verkaufen. Und Erpresser würden sich am liebsten mit Kryptos bezahlen lassen.
Es stimmt, dass Kriminelle Kryptowährungen verwenden. Vor allem Bitcoins, aber auch Privacy Coins wie Monero. Allerdings macht die Verwendung für kriminelle Aktivitäten nur insgesamt 1 % der Gesamtnutzung aus. Die meisten Menschen verwenden Bitcoins zum Spekulieren oder für vollkommen legale Zahlungen. Und das ist auch besser so.

Sind Kryptowährungen wirklich anonym?

Ein Problem für Kriminelle, die Kryptowährungen nutzen, ist die Pseudoanonymität. Bei den meisten Kryptowährungen lässt sich die Transaktionshistorie in der Blockchain eindeutig nachweisen. So zum Beispiel bei Bitcoin. In dieser Hinsicht sind Bitcoin und viele andere Kryptowährungen sogar denkbar schlecht für Kriminelle geeignet.
Spätestens sobald die Verbrecher an einer Börse ihre Kryptos verkaufen wollen, hinterlassen sie verdächtige Spuren. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum bislang keine großen Geldwäscheaktivitäten mit Kryptowährungen nachgewiesen werden konnten. Trotzdem warnen Experten vor einem Anstieg der Krypto-Kriminalität.

Kryptowährungen und der Schwarzmarkt

Was den Experten vor allem Sorgen bereitet, ist das Darknet und Kryptowährungen wie Monero. Monero und andere Privacy Coins „können“ die Transaktionshistorie der Nutzer verschleiern. Es gibt aber keinen Beweis dafür, dass Monero hauptsächlich von Kriminellen genutzt werden würde.
Insgesamt macht die Verwendung von Kryptowährungen für illegale Machenschaften nur einen Bruchteil der gesamten Nutzung aus. Dafür sind die Kryptowährungen zu transparent und eine komplette Verschleierung der Transaktionen mit zusätzlichen Kosten und Aufwand verbunden.

Bitcoin-Transaktionen sind anonym

Krypto-Irrtum #3

Grund zum Feiern! Bitcoin-Transaktionen sind doch anonym. Aber nicht so schnell: Das solltest du wissen!
Bitcoin ist eine Kryptowährung und das bedeutet, dass die Transaktionen kryptographisch verschlüsselt sind? Nicht ganz. Viele denken bei dem Begriff an die Verschlüsselung von Nachrichten.
Dabei bezieht sich der Krypto-Aspekt in erster Linie auf die Verschlüsselung der Blockchain. Jeder einzelne Block ist kryptographisch verschlüsselt und somit gegen Angriffe von außen geschützt. Die Verschlüsselung dient dem Schutz des Netzwerkes, nicht der Anonymität der Nutzer.
Die Kryptographie spielt auch beim Proof-of-Work-Mining eine entscheidende Rolle. Die Miner müssen den kryptographisch verschlüsselten Hash finden, um die Transaktionen zu bestätigen und um der Blockchain einen neuen Block hinzuzufügen.

Bitcoin ist nur pseudonym

Bei Bitcoin und vielen anderen Kryptowährungen spricht man daher oft von „pseudonym“ anstatt anonym. Transaktionen mit Bitcoin sind nur teilweise anonym, weil Sender und Empfänger keine persönlichen Daten preisgeben müssen.
Um Bitcoin zu senden oder zu empfangen, braucht man nur eine Wallet und eine Wallet-Adresse, sowie die Keys zur Bestätigung der Transaktion. Du brauchst weder einen Namen, noch eine Wohnadresse oder sonst irgendwelche persönlichen Daten anzugeben. In diesem Sinne sind die Transaktionen anonym.
Was der Anonymität im Weg steht, ist die Transparenz der Blockchain. Alle Transaktionen von Bitcoin werden von der Blockchain aufgezeichnet und können jederzeit von jedem eingesehen werden.
Theoretisch lässt sich damit zurückverfolgen, wer welche Transaktion getätigt hat. Denn die meisten kaufen ihre Bitcoin nicht anonym. Sie kaufen sie auf Börsen, wo sie sich ausweisen müssen. Folgt man den Adressen, so findet man die Personen dahinter.

Echte Anonymität ist nur mit Privacy Coins möglich

Wer wirklich anonym und privat Kryptowährungen versenden will, der greift zu Privacy Coins. Diese wurden extra so konzipiert, dass sie eine vollständige Anonymität herstellen (sollten).
Privacy Coins sind zum Beispiel Monero, Zcash, DASH, PivX, DeepOnion, Navcoin und Zcoin. Diese Privacy Coins setzen verschiedene Technologie ein, um die Transaktionshistorie zu verschleiern.
Echte Anonymität hat jedoch ihren Preis in Form von zusätzlichen Gebühren und längeren Transaktionszeiten. Am Ende ist es jedoch nicht möglich herauszufinden, wer wie viele Coins an wen versendet hat.
Achtung:
Privacy Coins sollen Anonymität herstellen. Leider kann es aber passieren, dass Transaktionen nachverfolgt werden können. So bereits geschehen bei Moneros FloodXMR-Attacke.

Mit Kryptowährungen wie Bitcoin kann man nichts kaufen

Krypto-Irrtum #4

Ran an die Bitcoin-Wallets! Mit Bitcoin kann man einige Dinge einkaufen.
Ein häufiger Kritikpunkt: Bitcoin sei als Zahlungsmittel nutzlos, weil es keine Händler, Geschäfte, Restaurants, Cafés etc. gibt, die Kryptowährungen akzeptieren. In der Tat nutzen die meisten Menschen Kryptowährungen als Spekulationsobjekte. Dennoch gibt es einige Anbieter, die Kryptowährungen als Zahlungsmittel erlauben.
Dabei ist die Akzeptanz im englischsprachigen Raum weit größer als in Deutschland. Hier hängt die Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmittel hinterher. Eine Studie aus dem Jahre 2020 ergab, dass etwa 36 % aller kleinen bis mittleren Unternehmen in den USA Bitcoin akzeptieren.
Generell lässt sich vor allem in Online-Shops gut mit Bitcoin und Co. bezahlen. Vor Ort bezahlst Du, indem Du einen QR-Code mit dem Smartphone einscannst und dann die Bitcoin von Deiner Wallet sendest.

Wer akzeptiert Bitcoin?

Zu den Anbietern, bei denen Du mit Bitcoin und möglicherweise anderen Kryptowährungen bezahlen kannst, gehören:
MicrosoftExpediaAT&TLieferandoAlienwareRakuten1-800-FlowersKondomothekeXiladomusikprogramme.dewir-machen-druck.deund viele mehr
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es können auch einzelne Anbieter plötzlich keine Kryptowährungen mehr akzeptieren oder neue hinzukommen. Fakt ist aber, dass Kryptowährungen und vor allem Bitcoin durchaus als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Bitcoin wurde gehackt

Krypto-Irrtum #5

Der freundliche Hacker von nebenan hat mal wieder das Internet gelöscht und Bitcoin gehackt. Was ist an dieser Aussage dran?
Immer wieder liest man von „Bitcoin Hacks“, vor allem in reißerischen Überschriften. Allerdings ist eine solche Überschrift irreführend. Denn bis heute zeigt sich das Bitcoin-Netzwerk und seine Blockchain äußerst resistent und stabil. Hacks gibt es bislang nur an den Börsen.

Die Bitcoin-Blockchain

Die Grundlage für das Zahlungsnetzwerk von Bitcoin ist seine Blockchain. Auf der Blockchain werden alle Transaktionen aufgezeichnet. Wird ein neuer Block der Kette hinzugefügt, dann werden auch neue Transaktionen durchgeführt.
Um Bitcoin tatsächlich hacken zu können, müssten die Hacker die Blockchain von Bitcoin knacken oder einen fehlerhaften Code ausnutzen. In den Medien liest man von „Bitcoin-Hack“ jedoch immer nur dann, wenn eine Börse angegriffen wurde und nicht, wenn die Blockchain gehackt wurde. Die Blockchain ist so konzipiert, dass sie es Hackern beinahe unmöglich macht.
Die Blockchain enthält die gesamte Transaktionshistorie von Bitcoin in mehrfacher Ausführung. Jeder Block speichert alle vorigen Transaktionen ab. Möchte ein Hacker das System manipulieren, müsste er jeden Block knacken und umschreiben.
Jedoch sind alle Blöcke mit einer einzigartigen kryptographischen Verschlüsselung versehen. Der Aufwand, alle für die Manipulation relevanten Blöcke zu knacken, ist so groß, dass es sich im Grunde nicht lohnt.
Außerdem ist die Blockchain dezentral. Auf der gesamten Welt laden sich Tausende von Computern die Blockchain herunter und speichern eine aktuelle Version von ihr ab. Sie synchronisieren sich untereinander. Sobald einer aus der Reihe fällt, kriegen die anderen Netzwerkteilnehmer das mit.
Weiterhin schützt das Proof-of-Work-Mining die Blockchain. Die Miner müssen die strengen kryptographischen Regeln einhalten. Diese Regeln und die kryptographischen Verschlüsselungen verhindern, dass vorige Blöcke manipuliert werden.
Aufgrund der Dezentralität und der fälschungssicheren Verschlüsselung ist Bitcoin so gut wie nicht hackbar. Und bisher gab es keinen erfolgreichen Hack auf Bitcoin. Was es jedoch gab, sind Börsen-Hacks.

Gehackte Krypto-Börsen

Mit Börsen sind die Online-Handelsplätze für Kryptowährungen gemeint. Wenn es Neuigkeiten von Hacks gibt, dann geht es zumeist um die Börsen. Und die haben wenig mit der Blockchain an sich zu tun.
Börsen Hacks, wie die von Mt. Gox, Binance oder Bitfinex, sind ein Verschulden der Börsen-Betreiber. Die Hacker nutzen Sicherheitslücken der Server aus, um an die Keys der Wallets zu kommen, an Passwörter und andere Nutzerdaten.
Hier eine kleine Aufstellung der Bitcoin-Hacks:
Name der BörseJahr des HacksGestohlene Coins in US-DollarBörse noch aktivMt. Gox2014460 Millionen US DollarNeinUpBit201950 Millionen US DollarJaCryptopia201916 Millionen US DollarNeinBinance201940 Millionen US DollarJaCoincheck2018534 Millionen US DollarJaBancor201824 Millionen US DollarJaBithumb201830 Millionen US DollarJaBitstamp20155 Millionen US DollarJa
Hacker setzen ebenfalls auf Phishing-Techniken und Viren. Das Ziel sind meist die Nutzerkonten und die Guthaben auf den Wallets der Börsen. Auch Deine Wallet kann das Ziel eines Hacks werden. Dabei knacken die Hacker nicht die Blockchain, sondern sie kommen auf irgendeine Weise an Deine Passwörter und Keys.
Aus diesem Grund solltest du immer eine sichere und gute Anlaufstelle für deine Kryptowährungen auswählen.
Der Testsieger unter den Bitcoin-Brokern (Zur Anleitung):

✔ Einlagenschutz

✔ Staatliche Regulierung

✔ Kauf von echten Bitcoin

✔ Eigenes eToro Wallet

✔ Viele Einzahlungsoptionen

Hinweis: 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Kryptowährungen sind steuerfrei

Krypto-Irrtum #6

Kryptowährungen und die Steuer. Gar nicht so einfach.
Das ist grundlegend falsch. Natürlich sind wir weder Steuerberater, noch Anwälte für Finanzrecht, weswegen das natürlich keine Beratung ist, sondern lediglich unsere Auffassung. Wir haben aber für diesen Artikel nachgeforscht.
Für Privatpersonen, die mit Kryptowährungen handeln, gelten sie als „private Veräußerungsgeschäfte“. Damit werden sie genauso versteuert, als wenn Du Kunstgegenstände, Fiatwährungen oder Edelmetall handeln würdest.
Der Handel mit Kryptowährungen kann unter bestimmten Umständen steuerfrei sein. In allen Fällen solltest Du den Handel dennoch in Deiner Steuererklärung transparent aufzeichnen und gegebenenfalls die relevanten Unterlagen einreichen.
Für Kryptowährungen sind steuerrechtlich der Zeitpunkt des Erwerbs und der Veräußerung relevant. Sie sind dann steuerpflichtig, wenn Du sie innerhalb eines Jahres veräußerst. Egal, ob Du dabei einen Gewinn oder Verlust erwirtschaftest.
Wartest Du länger als ein Jahr auf die Veräußerung, dann sind sie steuerfrei. Hierbei gilt die „FIFO-Methode“: First-In-First-Out. Die ersten Bitcoins, die Du erwirbst, gelten steuerrechtlich auch als die, die Du zuerst verkaufst. Das ist wichtig, um den Gewinn aus den schwankenden Kursen zu errechen.
Außerdem gibt es eine Freigrenze. Für private Veräußerungsgeschäfte, bei denen Du einen Gewinn von unter 600 Euro erwirtschaftest, brauchst Du keine Steuern zu bezahlen. Sobald Du auch nur einen Euro darüber liegst, wird der gesamte Betrag besteuert.
Laut Gesetz werden Gewinne aus dem Mining wie Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb versteuert. Das gilt auch für das Cloud-Mining. Somit lassen sich auch Stromkosten von der Steuer absetzen. Schwierig wird es beim Staking.
Empfehlung:
Ich nutze Cointracking✪ jetzt seit über zwei Jahren für meine Steuererklärung. Es gibt einen kostenlosen Plan mit bis zu 200 Transaktionen, der für Nicht-Trader vollkommen ausreicht. Falls du jedoch später upgraden möchtest, erhältst du über unseren Partnerlink einen Rabatt in Höhe von 10 Prozent!Und ich bin wirklich begeistert von dem Programm. Ich musste mich am Anfang etwas einlesen und beim Support nachfragen, aber dank der Hilfe hat alles wunderbar geklappt. Und das Wichtigste: Das Programm berechnet automatisch Kursgewinne und Kursverluste (für FIFO wichtig). Und wer schon einmal versucht hat, Gewinne oder Verluste aus 0,00000247 BTC (in fünf Transaktionen & verschiedene Zeitpunkte unterteilt) manuell zu berechnen, der weiß, wie schwierig es werden kann.

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Kryptowährungen haben keinen inneren Gegenwert (intrinsischen Wert)

Krypto-Irrtum #7

„Der Preis ist, was du bezahlst. Der Wert ist, was du bekommst.“ – Benjamin Graham
Was ist der innere Gegenwert der Euro in Deiner Brieftasche? Ist das Papier des 5-Euro-Scheines tatsächlich fünf Euro wert? Ist das Metall der 2-Euro-Münze wirklich zwei Euro wert? Du wirst wahrscheinlich einsehen, dass dem nicht der Fall ist.

Was sind Währungen?

Die ersten „Währungen“ waren Gegenstände, die für die Menschen ihrer jeweiligen Kultur wertvoll waren. Im antiken Griechenland tauschten die Menschen Vieh, Juwelen, Pfeilspitzen oder Sklaven aus. Bei denselben alten Griechen entstand das erste ungemünzte und später gemünzte Hartgeld.
Münzen an Edelmetall mit sich herumzuschleppen, bringt jedoch einige Nachteile mit sich. Die Münzen sind schwer und erregen die Aufmerksamkeit von Dieben. Daher entstand das Papiergeld, zunächst in China, dann in der islamischen Welt und schließlich in Europa.
Diese Banknoten waren Schuldscheine. Sie waren mit echtem, hartem Geld gedeckt. Dieses System wurde später aufgegeben. Unsere Währungen sind nicht gedeckt, seitdem 1971 die Golddeckung des US-Dollars aufgehoben wurde und andere Währungen nachzogen.

Der intrinsische Wert von Kryptowährungen

Abgesehen von Stable Coins wie Tether, sind die meisten Kryptowährungen ebenfalls nicht gedeckt. Der Wert von Kryptowährungen wie Bitcoin ergibt sich aus dem Vertrauen und dem Nutzen, das die Menschen ihnen zusprechen.
Anders sieht es bei unseren ungedeckten Fiatwährungen nicht aus. Der Wert des Euros sinkt, wenn die Marktwirtschaft schwächelt, wenn die Regierungen instabil werden, wenn die Länder Schulden anhäufen, die Währung inflationiert und die Menschen den Währungen weniger Vertrauen schenken.
Vieles davon hängt mit den Entscheidungen der Regierungen und Banken zusammen, denn die Fiatwährungen sind zentral. Kryptowährungen jedoch sind dezentral. Sie funktionieren genauso wie sie programmiert wurden. Wir wissen: Von Bitcoin wird es maximal 21 Millionen geben. Nicht mehr, nicht weniger.
Der weitere Wert ergibt sich aus dem Nutzen als digitales Zahlungsmittel. Zahlungen mit Bitcoin und Co. sind meist schneller, anonymer und günstiger als Geldtransfer von Fiatwährungen. Weiterhin dient Bitcoin als Wertspeicher.
Andere Kryptowährungen, die Tokens, erfüllen spezielle Zwecke auf bestimmten Blockchain-Ökosystemen oder sie „tokenisieren“ einen realen Gegenstand wie Kunstwerke, geistiges Eigentum oder Immobilien.
Außerdem lässt sich der Wert von Bitcoin am Arbeitsaufwand bemessen, der nötig ist, um das System am Laufen zu halten. Dazu zählen die Stromkosten für das Proof-of-Work-Mining und die notwendige Hardware.
Im Grunde verfügt keine Währung über einen objektiven, festen Wert. Währungen sind etwas Künstliches und verfügen nur über den Wert, den wir Menschen ihnen zusprechen. Fünf Euro sind fünf Euro, weil die Zentralbank das sagt, doch ihr wahrer Wert zeigt sich erst, wenn Du mit ihnen etwas kaufen willst.

Bitcoin ist tot

Krypto-Irrtum #8

Bitcoin ist tot. Das ist das Ende der Kryptowährung. – „Hallo, I bims, 1 Totgesagter.“
Immer wieder verkünden kritische Stimmen: Bitcoin ist tot. Bitcoin ist als Währung nicht zu gebrauchen. Niemand nutzt Bitcoin. Die Kurse werden sich von dem letzten Crash nie erholen. Bitcoin starb schon so viele Male (Stand heute: genau 379 Tode), wenn man diesen kritischen Stimmen Glauben schenkt.
Totgesagte leben bekanntlich länger. Bitcoin durchlebte einige Krisen und war am Ende immer stärker als zuvor. Von Anfang an unterlag der Bitcoin-Kurs starken Schwankungen. Und jedes Mal, wenn die Kurse fielen, gab es Propheten, die schon das Ende von Bitcoin vorhersagten.
So gab es schon im Oktober 2010 die ersten Höchststände, dann wieder im Jahre 2011, gefolgt von weiteren Kursverlusten. 2013 stieg der Kurs erstmals auf über 1000 Dollar, doch dann kam der Hack von der Börse Mt. Gox und die Kurse fielen erneut auf 250 US-Dollar.
Wer von den Untergangspropheten hätte ahnen können, dass Bitcoin Ende 2017 auf fast 20.000 Dollar steigen würde? Danach folgte der große Crash und der lange Krypto-Winter. Doch auch diese schwierige Zeit überstand Bitcoin und seine treue Community.

Bitcoin als Währung

Andere Untergangsszenarien betreffen Bitcoin als Zahlungsmittel. Niemand würde je Bitcoin akzeptieren, es sei als Geld gänzlich unbrauchbar. Zwar kaufen die meisten die Kryptowährung zum Spekulieren, doch gibt es durchaus Händler, die Bitcoin akzeptieren.
Die Akzeptanz von Bitcoin schreitet langsam voran. Das zeigen zum Beispiel die Bitcoin-Automaten. An solchen Automaten kannst Du Bitcoin mit Euro kaufen oder Dir Deine Bitcoin in Euro auszahlen lassen.
Mache Kritiker verweisen auf die Inflationsrate von Bitcoin. Es wird maximal 21 Millionen BTC geben. Ein häufiges Argument: Die Kryptowährung müsste ständig inflationieren, weil unsere Marktwirtschaft auf Inflation angewiesen ist. Außerdem gehen Bitcoin verloren oder verbleiben ungenutzt auf den Wallets.
Dass die Inflationsresistenz eine von Bitcoins Stärken ist, fällt den Kritikern nicht ein. Andere Kritiker sahen schon einen Bitcoin-Preis von 0.00 US-Dollar voraus. Es sei lediglich eine Blase, kurz davor zu platzen.

Die Blockchain am Ende?

Weitere Kritikpunkte betreffen die Blockchain an sich. Sie stelle entweder ein Sicherheitsrisiko dar oder es handelt sich um eine nutzlose Technologie. Fakt ist aber: Die Blockchain-Technologie wird für Unternehmen immer wichtiger.
Je größer die Aufmerksamkeit, die Bitcoin erhält, desto lauter die kritischen Stimmen. Doch bislang ist Bitcoin nicht totzukriegen. Die Kurse der Kryptowährungen steigen, die Technologie greift weiter um sich und Kryptowährungen werden immer bekannter.

Kryptowährungen wie Bitcoin & Ethereum sind eine Blase

Krypto-Irrtum #9

Digitale Währungen sind eine Blase… Aber auch Blasen können sehr schön sein.
Die starken Kursgewinne und die darauffolgenden Crashs von 2013 und 2017 haben dazu geführt, dass Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen oft als Blasen bezeichnet werden. Der Vorgang ähnelt der Dot-com-Blase um die 2000er, so eine häufige Einschätzung.

Was ist überhaupt eine Blase?

Eine Blase in der Wirtschaft beschreibt ein ungezügeltes Wachstum eines Marktes, ohne dass sich der tatsächliche Wert des Marktes oder Gutes bedeutend verändert. Das heißt: Das Gut wird zu einem viel höheren Preis gehandelt, als es tatsächlich wert ist. Und sobald der Trugschluss auffliegt, platzt die Blase.
Blasen können durch Markteingriffe entstehen, wie zum Beispiel niedrige Zinsen. Niedrige Zinsen führen oft zu risikoreichen Investitionen. Gierige Investoren können ebenfalls der Auslöser sein, die sich auf ein wachsendes Marktsegment stürzen und somit mehr und mehr Investoren sowie Kapital anlocken.

Platzte die Krypto-Blase?

Und tatsächlich verhielt es sich so mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Markt in den Jahren 2013 und 2017 nahm blasenartige Zustände an. Das zeigen die in kurzer Zeit steil aufsteigenden Kurse sowie deren plötzliches Abrutschen.
Dazu kamen die unzähligen nutzlosen bis betrügerischen Tokens. Das Jahr 2017 war auch das Jahr der ICOs, der Initial Coin Offerings. Ethereum machte es einfach für Unternehmen und Startups, selber Tokens zu erstellen.
Und plötzlich machte jeder etwas mit Krypto. Dauernd wurden neue Tokens auf den Markt geworfen und die Investoren stürzten sich auf sie, ohne zu wissen, welchen Wert sie tatsächlich hatten. Sie wollten nur nicht die Chance auf satte Gewinne verpassen.
Es war vor allem dieser ICO-Markt, der platze. Doch Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sind noch immer da. Der Crash war eine notwendige Bereinigung eines aufgeblasenen Marktes, doch noch lange nicht das Ende der Blockchain-Projekte mit Sinn, Nutzen und Vision.

Kryptowährungen (& vor allem Bitcoin) sind ein Schneeballsystem

Krypto-Irrtum #10

Die Wahrheit oder doch eine Fata Morgana?
Eine der infamsten Anschuldigungen bezüglich Kryptowährungen lautet, es handle sich lediglich um ein Schneeballsystem. Ein verbrecherisches Netzwerk, das nur dazu dient, wenige reich zu machen und alle anderen arm.

Was ist ein Schneeballsystem?

Ein Schneeballsystem oder Pyramidensystem beschreibt Geschäftspraktiken, bei denen in erster Linie viele Teilnehmer und ihr Kapital angeworben werden. Diese Teilnehmer werden dazu aufgefordert, mehr Leute und ihr Geld ins Boot zu holen. Dabei gibt es kein richtiges oder nur ein schlechtes Produkt. Es ist alles nur Betrug.
Weitere Eigenschaften eines Schneeballsystems sind ein aggressives Marketing und umfassende Anreize, neue Mitglieder anzuwerben. Das eigentliche Produkt rückt dabei in den Hintergrund. Schneeballsysteme sind auf unendliches Wachstum angewiesen. Fällt der Schwindel auf, dann brechen sie schnell in sich zusammen.

Warum Kryptowährungen kein Schneeballsystem sind

Es gibt tatsächlich einige Tokens, auf die eine solche Beschreibung zutreffen könnte. Bei den ICOs gab es viele schwarze Schafe, nutzlose Tokens, die nur ihre Erschaffer reicher machen sollten, aber keinen echten Nutzen hatten.
Anders sieht es mit Bitcoin und vielen weiteren Kryptowährungen aus. Bitcoin gehört keinem. Es gibt keine Hierarchie, keine zentrale Instanz, die an Bitcoin mitverdient und sich mit den Gewinnen aus dem Staub machen könnte. Viele Kryptowährungen werden in Open Source-Manier von einer Community entwickelt.
Und um bei Bitcoin mitzumischen, musst du kein Geld investieren. Klar, du kannst Bitcoins kaufen, es ist jedoch nicht notwendig. Du könntest auch als Entwickler tätig werden oder einfach für Bitcoin statt Euro arbeiten, ohne dein Kapital investieren zu müssen.
Viele andere Tokens, zum Beispiel Utility Tokens, haben einen echten Nutzen auf ihren Plattformen. Solche Utility Tokens finden sich auf Blockchain-Plattformen wie Ethereum, EOS, Cardano oder NEO.
Dann gibt es noch die Security Tokens. „Security“ deshalb, weil sie einen echten Gegenwert besitzen, den sie in Token-Form abbilden. Aufsichtsbehörden behandeln sie wie traditionelle Wertpapiere. Daher werden sie streng reguliert.
Richtige Coins und Tokens haben einen Nutzen. Es ist nicht auszuschließen, dass einige Kryptowährungen Betrug sind. Doch Kryptowährungen allgemein und Bitcoin speziell sind definitiv keine Schneeballsysteme.

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